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Gleich nach dem Zweiten Weltkrieg schlossen sich europäische Föderalisten aus allen Herren Ländern erneut zusammen und begannen ihre Vorstellungen, die sie am 21. September 1946 in der Schweiz prägnant in 12 Thesen (Hertensteiner Programm) fassten, zum Wohle aller Bürger Europas zu verwirklichen. Auch in Heilbronn fanden sich sogleich europäische Föderalisten und begannen noch in den 40er Jahren des letzten Jahrhunderts an einem gemeinsamen Friedenseuropa zu arbeiten. Der Heilbronner Bezirksgruppe der Europa-Union Deutschland war dabei einer der ersten politischen Verbände im zukünftigen Baden-Württemberg. Nach der erfolgreichen Vereinigung dreier Länder zu unserem jetzigen Baden-Württemberg wurde auch die Heilbronner Europa-Union als Kreisverband Heilbronn der Europa-Union Deutschland am Samstag, 9. Mai 1953 erneut gegründet. Seit dieser Zeit arbeiten wir „Europäischen Föderalisten“ unter dem internationalen Dachverband der Europäischen Bewegung und des Föderalistischen Weltverbandes ehrenamtlich für unser gemeinsames Europa und wirken damit in der Gesellschaft auf ein geeintes, demokratisches und föderales Europa in Frieden, Freiheit und Wohlstand hin. Wir sind stolz darauf, dass die Europäische Union inzwischen für alle Unionsbürger eine Selbstverständlichkeit geworden ist und dass viele von uns weder Geldumtausch noch Grenzkontrollen kennen. Wir bedauern aber auch, dass es in unserem Europa verursacht durch nationale Fehlleistungen und fehlendem Veränderungswillen zu wirtschaftlichen und politischen Krisen kommt, die die gesamte Europäische Union in ihrer Existenz bedrohen. So gilt es heute mehr denn je für unser Europa einzutreten und zu werben. Wir müssen die bereits erreichten Ziele und Erfolge verteidigen und weiter europäisch geeint voranschreiten, wenn möglich bis hin zu den Vereinigten Staaten von Europa. Dazu versuchen wir in Heilbronn durch Information über politische, gesellschaftliche und kulturelle Entwicklungen, durch Werbung für Toleranz und Völkerverständigung und durch Förderung der Kontakte zu unseren Nachbarn die Bedeutung des europäischen Integrationsprozesses zu verdeutlichen und alle Bürger von der Notwendigkeit eines persönlichen Engagements für unser Europa zu überzeugen. Wir behandeln hierzu auf Vortragsveranstaltungen, Diskussionsforen, Kongressen, Verbands- und Fachseminaren europäische Themen und informieren auf Kundgebungen und bei Straßenaktionen die Öffentlichkeit darüber, wie es mit der Europäischen Union weitergehen soll und muss; das Hertensteiner Programm ist dabei weiterhin unsere Leitlinie. Der jährlich stattfindende „Treffpunkt Europa“ auf dem Heilbronner Kiliansplatz und die jährlichen Preisverleihungen zum Europäischen Wettbewerb sind neben den mehrmals im Jahr organisierten Fahrten zu den europäischen Institutionen unsere Aushängeschilde, mit denen wir die europäische Idee bei den Bürgern und auch an den Schulen des Stadt- und Landkreises Heilbronn fest verankern möchten. Wir möchten dabei vor allem bei den Lehrern und Schülern neue Mitstreiter gewinnen, um unsere Jugend frühzeitig mit Europa vertraut machen zu können. Für unsere Mitglieder bieten wir zusätzliche Fahrten und Veranstaltungen innerhalb Europas an, mit denen wir das gegenseitige Kennenlernen fördern und das Verständnis für andere Kulturen weiter stärken möchten. Unsere Partnerstadtsfahrten, die Fahrten „ins Blaue“ oder aber auch unsere „Familienfeste“ auf dem Gaffenberg sind bei unseren Mitgliedern inzwischen fester Bestandteil ihrer Jahresplanung. Europainteressierte bitten wir auch gerne zu unseren regelmäßig stattfindenden Europastammtischen hinzu, einer zwanglosen Plattform zum Informations- und Gedankenaustausch, welche für Mitglieder durch zusätzliche Diskussionsabende ergänzt wird, in denen wir europäische Themen besprechen und diesbezügliche Anträge vorbereiten, die dann verbandsintern auf Versammlungen und Kongressen weiter diskutiert und beschlossen werden. Mit diesen Beschlüssen treten wir dann in die Diskussion mit Politikern, politischen Akteuren und Beamten auf allen Ebenen ein, um unsere Vorstellungen für ein gemeinsames Europa weiter umzusetzen und zu verwirklichen. Obwohl wir bereits in den letzten Jahrzehnten vieles erreicht haben und das Meiste inzwischen für alle Unionsbürger zur Selbstverständlichkeit geworden ist, ruhen wir uns nicht auf unseren Lorbeeren aus, sondern greifen erneut und verstärkt in die politische Diskussion ein. Wir wollen die bestehenden europäischen Institutionen reformieren, erkannte vertragliche Fehler und bürokratische Unzulänglichkeiten verbessern, den Lissabonner Vertrag weiter fortschreiben und letztendlich zu einer europäischen Verfassung gelangen. Wir wollen ein Europa der Bürger! Wir wollen die „Vereinigten Staaten von Europa“ als einen starken Partner für die anderen Nationen und Bündnisse unserer Welt! Wir wollen Frieden, Menschenrechte, Demokratie, Föderalismus, Solidarität und Subsidarität für alle Menschen dieser Erde! Wir wollen ganz im Sinne des Hertensteiner Programmes unseren Beitrag zum Aufbau und zu einem Weltbund der Völker leisten!
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15.04.2012, 18:56 von Heinrich Kümmerle | 2 Kommentare |
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Wir europäische Föderalisten bekennen uns weiterhin ohne Wenn und Aber zu einem gemeinsamen Europa, welches heute schon als Europäische Union unser aller Leben wesentlich beeinflusst und zukünftig vielleicht unter der Bezeichnung „Vereinigte Staaten von Europa“ oder „Europäische Föderation“ noch weitergehender das Leben unserer Kinder bestimmen wird. Als Föderalisten sehen wir diesen Staatenbund und auch einen zukünftigen Bundesstaat Europa nicht als einen übermächtigen Zentralstaat, welcher von Brüssel aus regiert wird, sondern in erster Linie als einen notwendigen Zusammenschluss mündiger Bürger, welche ihre eigenen Grund- und Wertvorstellungen gemeinsam mit den Bürgern der Völker europäischer Wesensart leben und achten möchten. Darüber hinaus wollen wir unsere europäischen Wertvorstellungen gerne auch als einigende Grundlage für alle Völker dieser Welt haben, denn als europäische Föderalisten sind wir Weltbürger, welche Menschenrechte, Demokratie und Föderalismus als die richtige Möglichkeit allen menschlichen Zusammenlebens ansehen. Wir sind felsenfest davon überzeugt, dass dies langfristig für alle Menschen dieser Erde Frieden, Freiheit und auch Wohlstand bringen wird. Mit derzeit 500 Millionen Unionsbürgern in zumeist noch veralteten bzw. sich gerade im Übergang befindlichen Strukturen und Gliederungen organisiert, erleben wir zurzeit mehr Tiefen als Höhen europäischer Zusammenarbeit und es erweckt nicht nur in Europa den Eindruck, dass wir Europäer wieder mehr gegen- als miteinander arbeiten. Die reinen Fakten sprechen dabei allerdings für sich – an einem gemeinsamen Europa kommt niemand mehr vorbei; der Nationalstaat als Lösung war und ist für alle Staaten Europas eine Sackgasse. Jetzt gilt es mehr denn je unser gemeinsames Europa weiter zu bauen und auch zu gestalten; erkannte Fehler müssen endlich behoben werden. Jetzt gilt es auch unser politisches Europa verstärkt voranzutreiben, dabei müssen wir jeglichem Zentralismus entgegentreten – Föderalismus ist die einzige richtige Lösung! Denn Europa wird von unten nach oben aufgebaut und Verantwortung wird nur dann nach oben weitergegeben, wenn dies auch für alle Beteiligten sinnvoll ist. Gleichmacherei darf es dabei nicht geben; wir müssen weiterhin bei unserem Wahlspruch bleiben – „Europa in Vielfalt geeint“! Es ist nicht nur unseren eigenen Werten geschuldet, dass wir immer solidarisch miteinander umgehen, sondern folgerichtig auch Schwächeren helfen; dies immer in der Hoffnung letztendlich uns allen damit zu helfen. Hier in Heilbronn – an der Basis europäischen Zusammenlebens – werben wir bekennenden Europäer seit Jahrzehnten für unser gemeinsames Europa und veranstalten zudem seit 23 Jahren den „Treffpunkt Europa“ im Herzen unserer Stadt. Wir wollen damit allen Mitbürgern zeigen, dass man zum Einen gut miteinander leben, arbeiten, feiern und zum Anderen Unterschiede nutzen kann, um das Leben zu bereichern. In Heilbronn funktioniert das Zusammenleben von über 130 Nationalitäten – entgegen allen Unkenrufen – schon ganz ordentlich und auch zum Wohle aller. Bald könnte dies in ganz Europa der Fall sein und zukünftig wird hoffentlich unsere europäische Idee länder- und kontinenteübergreifend das Zusammenleben aller Menschen und Völker vereinfachen, und ich wage es kaum auszusprechen, den „Ewigen Frieden“ bringen.
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15.04.2012, 18:50 von Heinrich Kümmerle | 0 Kommentare |
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Genauer betrachtet ist Europa der einzige Kontinent, der sich nicht rein geografisch begründen läßt. Alle anderen Kontinente liegen auf einer oder mehreren Kontinentalplatten oder nehmen zumindest einen wesentlichen Teil davon ein. Wie kommt es dann eigentlich zu unserem Kontinent Europa? Folgt man der Mythologie, dann verdanken wir den Ursprung unseres Kontinentes zweier Menschen, einem Mädchen aus der heutigen Türkei und einem alten Mann, der sich selber für einen Gott hielt. Fürwahr eine etwas zu bizarre Liebelei, um daraus Weltgeschichte zu entwickeln. Faktum aber ist, dass der westliche Teil Eurasiens, wie auch sein wesentlich größerer Rest, ursprünglich von Menschen unbewohnt war. Ein weiteres Faktum ist, dass vor etwa 700 000 Jahren beginnend und ursprünglich aus Afrika kommend über die folgenden Jahrtausende Menschen immer wieder nach Europa eingewandert sind und auch weiter einwandern werden. Eine Tatsache, die so manchen Bewohner Europas immer wieder von Neuem zu schockieren scheint und umso mehr, je länger die eigene afrikanische Vergangenheit zurückliegt. Kaum waren die Menschen in Europa angekommen, wurden sie regelmäßig mit weiteren hinzuziehenden Menschenmassen konfrontiert, dies umso mehr, da Europa im Westen und Süden von Meeren umgeben ist, und damit in den ersten Jahrtausenden ein Ausweichen fast unmöglich war. Diese natürliche "Bevölkerungsverdichtung" führte aber zu neuen gesellschaftlichen und technologischen Entwicklungen, die in weniger bewohnten Gebieten unseres Planeten kaum möglich gewesen wären, und beschleunigte dazu bereits vorhandene Entwicklungsprozesse. So bin ich fest davon überzeugt, dass der Zaun eine ureigen europäische Entwicklung ist und in Europa nicht nur zur technologischen Reife gebracht wurde, sondern sich auch gedanklich in unser aller Bewusstsein etabliert hat. Früh diese Entwicklung erkennend, und mit der Gewissheit, dass die Erde ein kleiner Planet mit begrenzten Ressourcen ist, gab es immer wieder Menschen, welche sich gegen diese abzeichnenden Abschottungstendenzen stellten und Alternativen entwickelten. Diogenes wird wohl nicht der erste gewesen sein, der sich ganz offen als Weltbürger bezeichnete. Dem Konzept der Ab- und Ausgrenzung wurde ein Konzept der Gemeinsamkeiten entgegegestellt. Die Bildung wurde dabei zum bestimmenden Merkmal. Und noch bevor sich die heutigen Religionen entwickelten gab es die ersten Europäer als "Welt- und Bildungsbürger". Unser Europa war geboren und seine damaligen "Grenzen" lassen uns selbst heute noch staunen. Das "Mare Nostrum" war eine der ersten europäischen Magistralen und erst die Subsahara mit seinen Königreichen und ganz eigenen Kulturen stellte Europa im Süden eine eigene Welt entgegen. Im Westen war es immer noch der schwer zu überwindende Atlantik und im Osten das Vorhandensein von Großreichen mit ihren eigenen Ideen und Vorstellungen. Das Rad der Geschichte drehte sich weiter. Tyrannen kamen und gingen und jeder hatte seine eigene Vorstellung vom Menschsein und dem Wohl der Welt. Einzig in einem waren sich alle einig: "Europa" konnte nie groß genug sein. Nur ausreichend mächtige Bevölkerungsgruppen oder Staaten waren in der Lage sich aus der Umklammerung "Europas" und seiner Bürger zu retten und dazu fähig eigene Ideen und Wertvorstellungen zu behalten oder zu entwickeln. Zwar umfasste "Europa" im letzten Jahrhundert fast die ganze Welt aber die Idee eines "Welt- und Bildungsbürgers" war vergessen. Im Gegenteil, der noch so kleine Unterschied wurde genutzt, um sich von "den anderen" abzugrenzen. Die Anderen dienten lediglich dazu, um den eigenen Lebensstandard sicherzustellen und zu mehren. Imperialismus, Nationalismus und andere Scheußlichkeiten menschlichen Einfallsreichtums entwickelten sich zu ihrer Blüte und führten die gesamte Welt an den Rand des Unterganges. Aber auch in diesen dunklen Zeiten unserer Geschichte gab es immer wieder Europäer, die sich zu Europa, seinen Ideen und Idealen bekannten. In der Auseinandersetzung mit den jeweiligen Machthabern und ihren Ideologien entwickelten sich Werte wie Menschenrechte, Subsidiarität, Solidarität, Föderalismus und wurden zum festen Bestandteil europäischen Denkens. Kants Werk "Zum ewigen Frieden" verdeutlicht zudem, dass die Überwindung von Grenzen und die Bekenntnis zu einer Welt unabdingbare Voraussetzungen für die weitere Entwickung der Menschheit sind - damit wurde ein Gedanke aus der Antike wieder aufgegriffen. Den Völkerbund und junge Demokratien untergehend sehend, das Ende des zweiten Weltkrieges im Genick - dabei gerade noch dem Nationalsozialismus entronnen - und nun die Zerstörungskraft der Atomwaffen und den Sowjetkommunismus vor Augen, war es in Europa nun endgültig an der Zeit, dass auch die letzten Menschen dort erkannten, dass Änderung nottat. Auch die Weltgemeinschaft hatte bereits reagiert und die Vereinten Nationen mit Sitz in Amerika gegründet. Und auch die Europäer konnten eine Lösung anbieten:
Mehr als 60 Jahre später ist die Europäische Union im Großen und Ganzen eine Erfolgsgeschichte. Auch ist Europa fast in der Welt angekommen, das europäische Modell zum Teil Vorbild für andere Erdteile und die europäischen Werte und Ideale prägender Bestandteil der Weltgemeinschaft. Damit ist auch der Beweis angetreten, dass europäische Werte und Ideale unsere Welt zum Positiven verändern können - vorausgesetzt sie werden gelebt und geachtet. Die Europäische Union ist ein wesentlicher Bestandteil der werdenden Weltunion, allerdings mit derzeit zu erwartenden 5% Anteil an der Weltbevölkerung zukünftig kein maßgebender Bestandteil mehr. Aber die Europäische Union hat noch genügend Potential an ihrer derzeitigen Peripherie, um den eigenen Anteil auf gut 10% erhöhen zu können - ohne die eigene europäische Wesensart aufgeben zu müssen. Die Europäische Union steht deshalb auch weiterhin allen Völkern europäischer Wesensart zum Beitritt offen, und dies auch ganz im Sinne Robert Schumans, dem "Vater Europas", der eine altgriechische Weisheit aufgriff und den Europäer wie folgt definierte: "Europäer ist man nicht durch Geburt, sondern wird es durch Bildung." Die Europäische Union ist in erster Linie eine Wertegemeinschaft, die sich bereits heute über vier Kontinente erstreckt. Diese Werte wurden über Jahrtausende entwickelt, wobei die christlichen Kirchen mit Sicherheit einen wesentlichen Anteil hatten. Man darf allerdings den Anteil der beiden Schwesterreligionen, dem Judentum und dem Islam - welche beide auch seit alters her in Europa vertreten sind - nicht unterschätzen oder schlimmer noch verleugnen. Und wenn man unbedingt von "Grenzen" der Europäischen Union sprechen möchte, dann liegen sie im Süden wahrscheinlich an der Sahara, im Osten an der Nahtstelle zu noch größeren Gemeinschaften oder Ländern und - der Technologie sei Dank - im Westen gegebenenfalls sogar erst im Pazifik. Wir Europäer werden zusammen mit den anderen Völkergemeinschaften in der Lage sein, dereinst den Traum von der einen Welt zu verwirklichen. Und erst dann wird sich das Hertensteiner Programm als "historisches Dokument" in allen Ehren verabschieden dürfen - ganz frei nach Stefan Zweig: "Hertenstein, eine weitere Sternstunde der Menschheit." Bis dahin ist es an uns, die Ideen und Ziele der zwölf Thesen weiterhin zu leben und zu versuchen, sie nach bestem Wissen und Gewissen umzusetzen. Darauf sollte sich unser aller Bemühen richten und darauf sollten wir auch unsere Strategie hin ausrichten. Hier gelangen Sie zum diesbezüglichen Forum ...
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27.05.2011, 15:18 von Heinrich Kümmerle | 2 Kommentare |
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Das europäische Einigungswerk wurde durch private Initiativen bekennender Europäer vor gut 70 Jahren erfolgreich gestartet. Der Weg führte zur Gründung des Europarates (1949) mit dem Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte (1959), weiter über die Montan-Union (1951), Euratom (1957), EWG (1957), EG (1993) hin zur Europäischen Union (2006). Auch konnten wir 1979 die ersten Abgeordneten direkt in das bereits 1952 geschaffene Europäische Parlament wählen. Seit Inkrafttreten des Vertrages von Lissabon (2009) können unsere Abgeordneten auch immer mehr Einfluss auf die nationalen Regierungen und die Europäische Kommission nehmen und somit unsere gemeinsame Zukunft demokratisch legitimiert weiter gestalten. Unsere Idee der „Vereinigten Staaten von Europa“ (1946) - einem wirtschaftlich starken und politisch unabhängigen, demokratischen und föderativen Friedenseuropa ist trotz aller Unkenrufe und vorhandener Probleme bis hin zu sehr großen Herausforderungen nicht überholt! Selten sind bedeutende Ziele in kurzer Zeit erreicht worden. Es gibt immer Herausforderungen oder gar Rückschläge zu überwinden. Und wenn man bereits jetzt schon über 500 Millionen Menschen mit ihren jeweiligen Eigenarten und Interessen bei der Zielerreichung maßgeblich mit einbindet, kann man getrost von einer Herkulesaufgabe sprechen. Aufgrund der derzeitigen Finanzkrise in Europa und dem überraschenden Einklagen europäischer Ideale bei unseren südlichen Nachbarn und der damit einhergehenden bzw. sich abzeichnenden Konflikte ist es gerade in diesen Tagen nicht leicht, das notwendige politische Verständnis bei unseren Mitbürgern oder auch bei weniger informierten Politikern zu finden, um die europäische Idee weiter voranzutreiben. Wir bekennenden Europäer halten trotzdem - oder besser auf den Punkt gebracht - gerade deswegen am europäischen Einigungswerk fest. Die Alternative wäre Zerfall, Zerstörung und der Untergang unserer europäischen Zivilisation. Ein zweites „1945“ würde keine Gesellschaft in Europa überstehen und die Auswirkungen auf die gesamte Welt wären unvorhersehbar. Deshalb sind wir alle mehr den je dazu aufgerufen, den europäischen Einigungsprozess weiter voranzutreiben und allen Krisen gemeinschaftlich zu begegnen – Europa und seine Bürger werden daraus gestärkt hervorgehen. Der Kreisverband Heilbronn der Europa-Union Deutschland wird deshalb weiter über unser Europa, seine Menschen und Institutionen informieren. Mit unseren Informations- und Bildungsangeboten sowie dem Angebot, sich mit anderen Europäern auszutauschen, wollen wir unseren Teil dazu beitragen, dass die „Vereinigten Staaten von Europa“ Wirklichkeit werden können. Den diesjährigen Treffpunkt Europa veranstalten wir nun schon zum 22. Male zusammen mit der Stadt Heilbronn, europaorientierten Vereinen und Partnerstädten auf dem Kiliansplatz in Heilbronn. Wir möchten auch dieses Jahr allen Heilbronnern und ihren Gästen zeigen, dass man friedlich und zum Wohle aller miteinander leben, arbeiten und feiern kann. Wir bekennenden Europäer fordern insbesondere in Zeiten wirtschaftlicher und globaler Schwierigkeiten unsere Politiker dazu auf, diesen Herausforderungen mit durchdachten und abgestimmten Lösungen zu begegnen und auch bestehende Gesetze und Verträge diesbezüglich zu überprüfen und gegebenenfalls anzupassen. Der Kreisverband Heilbronn wird den europäischen Einigungsprozess weiterhin begleiten, für ihn werben und seinen Teil dazu beitragen, dass auch die folgenden Generationen sich in einem freien Europa bestmöglich entwickeln können. Hierzu fordern wir weitere Bildungsbemühungen und –initiativen, denn wir sind wie Robert Schuman, einem der Gründungsväter Europas, fest von Folgendem überzeugt: „Europäer ist man nicht durch Geburt, sondern wird es durch Bildung.“
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17.03.2011, 18:41 von Heinrich Kümmerle | 0 Kommentare |
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Seit Inkrafttreten des Lissabonner Vertrages am 1. Dezember 2009, haben wir Bürger der Europäischen Union ein einheitliches Vertragswerk, welches unseren gewählten Volksvertretern, ob im Europäischen Parlament, dem Deutschen Bundestag oder einem der Landesparlamente sitzend, mehr Rechte einräumt, um gemeinsam mit den Volksvertretern der anderen 26 Staaten bereits bestehende politische Strukturen und Regeln zu vertiefen oder auch zu vereinfachen und damit den europäischen Gedanken zum Wohle eines „Europas in Vielfalt geeint“ weiter voranzutreiben. In dieses Vertragswerk setzen wir die Hoffnung, dass die mehr als 500 Millionen in der Europäischen Union lebenden Menschen nicht nur weiterhin friedlich miteinander arbeiten, handeln und auch feiern können, sondern damit auch mittel- bis langfristig vieles für uns Bürger einfacher, überschaubarer und nachvollziehbarer wird. Wir bekennenden Europäer hoffen darüber hinaus, dass die Europäische Union ihre Attraktivität und Leistungsfähigkeit erhalten kann, um es weiteren Staaten europäischer Wesensart zu ermöglichen, unserer Gemeinschaft beizutreten. Auch hoffen wir, dass es uns zukünftig gelingen wird, unserem Europa eine einheitliche Verfassung zu geben, die sich wesentlich an den Werten des bereits 1946 verfassten „Hertensteiner Programmes“, den universellen Menschenrechten und der europäischen Sozialcharta orientiert – und dies zum Wohle Europas, seiner Bürger und der gesamten Welt. Hier bei uns in Stadt- und Landkreis Heilbronn leben seit Jahrzehnten Bürger mit über 120 Nationalitäten friedlich vereint. Seit 1989 und nun bereits zum 21. Mal feiern wir bekennenden Europäer gemeinsam unseren „Treffpunkt Europa“ auf dem Heilbronner Kiliansplatz. Damit wollen wir unseren Mitmenschen zeigen, dass das gemeinsame Miteinander nicht nur besser sondern auch schöner, interessanter und attraktiver als das teilnahmslose Nebeneinander ist. Wir wollen den Menschen die Angst vor dem Fremden nehmen, Verständnis für andere Kulturen und Gebräuche wecken und alle Mitbürger dazu gewinnen, zusammen mit uns an einem gemeinsamen Europa, seinen Werten und Ideen zu bauen. Die Europa-Union Heilbronn wirbt darüber hinaus u.a. auch mit Informationsständen und -veranstaltungen für unser schönes Europa, organisiert Fahrten zu den europäischen Institutionen und zu den Partnerstädten und -gemeinden des Stadt- und Landkreises Heilbronn. Zusätzlich bieten wir auf unserer neuen Kreisverbandswebseite unter www.kvheilbronn.eu weitere Informationen und Hintergründe rund um Europa und die Europäische Union. Dort können Sie sich auch in Foren mit uns und untereinander austauschen oder einfach nur Ihre persönliche Meinung über unser Europa kundtun. Wir freuen uns auf Ihren Besuch und Ihr aktives Mitgestalten. Selbstverständlich finden Sie auf unserer Homepage auch Bilder von unseren Veranstaltungen und sämtliche bisher erschienenen Broschüren und Flyer zum Nachlesen. Bitte unterstützen Sie unsere Bemühungen für den weiteren Ausbau Europas in Frieden, Freiheit und Wohlstand und helfen Sie, unsere gemeinsame Zukunft und die Zukunft unserer Kinder zum Wohle aller zu gestalten und dazu beizutragen, damit der Lissabonner Vertrag ein weiterer Baustein für unser europäisches Haus wird.
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01.03.2010, 18:19 von Heinrich Kümmerle | 0 Kommentare |
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Vor dreißig Jahren fand die erste Direktwahl zum Europäischen Parlament am 7. und 10. Juni 1979 statt. Mit dieser Direktwahl zum Europäischen Parlament erreichte eine einzigartige Erfolgsgeschichte ihren vorläufigen Höhepunkt. Damit war nach unzähligen Kriegen der letzten Jahrhunderte und fortwährender Unsicherheit nicht nur Frieden und Wohlstand in Westeuropa erzielt, sondern die betroffenen Nationalstaaten waren nun auch bereit, um eigene Verantwortlichkeiten an eine demokratisch legitimierte europäische Volksvertretung abzutreten. Seit 1979 konnte das Europäische Parlament seine Kompetenzen Zug um Zug ausbauen. Heute beschließt das Europäische Parlament zusammen mit dem Rat der Europäischen Union (EU Ministerrat) Gesetze, die in allen Mitgliedstaaten der EU gültig sind und die unser tägliches Leben betreffen. Dieses Jahr wählen Bürger aus nunmehr 27 Staaten der Europäischen Union mit fast 500 Millionen Einwohnern ihre Vertreter in unser gemeinsames Parlament. Hier im Kreis Heilbronn sind alle Bürger, ob mit deutscher oder einer anderen EU-Staatsbürgerschaft dazu aufgerufen, ihre Vertreter ins Europäische Parlament zu wählen. Zusätzlich wählen wir unsere Vertreter in die jeweiligen Gemeinderäte; auch hier sind alle EU-Bürger mit hiesigem Erstwohnsitz wahlberechtigt und wählbar. Nutzen Sie Ihre Chance, nehmen Sie Ihr Wahlrecht wahr und helfen Sie uns allen Europa weiter zu gestalten. Ihre Stimme zählt, ob im Europäischen Parlament, dem Bundestag oder in Ihrem Gemeinderat. Zahlreiche Parteien und Kandidaten stehen zur Wahl, unterstützen Sie Ihre „Richtung“ oder den Kandidaten Ihres Vertrauens; und sollte der Fall eintreten, dass Sie sich mit gutem Gewissen für keinen und niemanden entscheiden können, dann tun Sie auch dies kund, nämlich indem Sie Ihre Stimme ungültig machen. Neben der großen Politik, ob in Brüssel oder im jeweiligen Gemeinderat, findet Europa bereits seit Jahren wie selbstverständlich auch mitten unter uns statt. Heilbronner studieren, arbeiten oder leben über ganz Europa verteilt, hier vor Ort bringen sich Migrantenvereine neben alteingesessenen Vereinen bei Stadtfesten und anderen Veranstaltungen mit ein und Bürger mit Zuzugsgeschichte engagieren sich für ihre Stadt oder Gemeinde. Der Kreisverband Heilbronn der Europa-Union Deutschland hat sich bereits seit 1953 der europäischen Idee verschrieben und wirbt seit dieser Zeit für ein Europa in Vielfalt geeint. Europaweit organisiert, nutzen bekennende Europäer ihre Chancen, um sich über Europa, seine Länder, Menschen, Sitten und Gebräuche zu informieren. Mit dem Treffpunkt Europa möchten wir unsere Mitbürger für ein gemeinsames Europa begeistern und ihnen Europa näher bringen. Diesen veranstalten wir nun schon zum zwanzigsten Male zusammen mit der Stadt Heilbronn, europaorientierten Vereinen und Partnerstädten auf dem Kiliansplatz in Heilbronn. Wir möchten auch dieses Jahr allen Heilbronnern und ihren Gästen zeigen, dass man friedlich und zum Wohle aller miteinander leben und feiern kann. Wir bekennenden Europäer fordern insbesondere im Wahljahr 2009 unsere Schulen und ihre Lehrkräfte auf, die bevorstehenden Wahlen und die damit einhergehenden Informationsveranstaltungen vermehrt zu nutzen und sich unsere Jugend verstärkt mit der europäischen Thematik befassen zu lassen – Europa ist schon jetzt unsere Gegenwart und vor allem die Zukunft unserer Kinder. Der Kreisverband Heilbronn bietet hierbei seine Unterstützung an. Neben dem jährlich stattfindenden Europäischen Wettbewerb im Winterhalbjahr, helfen wir gerne auch bei schulischen Informationsveranstaltungen, führen Schulklassen ins Europäische Parlament oder ermöglichen die Mitarbeit in unserer überparteilichen Jugendorganisation. Letztendlich liegt es aber an jedem Einzelnen von uns, ob und wie man sich in unsere Gesellschaft einbindet und engagiert. Es liegt an jedem Einzelnen, ob man sich mit Fernsehen, Computerspielen und damit mit einer virtuellen Welt zufrieden gibt oder ob man zu leben anfängt. Bitte bedenken Sie dabei: es ist Ihre Welt, Ihr Europa, Ihre Heimat und Ihr Leben und jede Stimme zählt!
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01.03.2010, 18:18 von Heinrich Kümmerle | 0 Kommentare |
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Als an wichtigen Handelsstraßen liegender Handelsplatz war Heilbronn schon seit seiner Gründung über die Region hinaus mit der Welt verbunden. Heilbronner Bürger reisten und hießen Reisende stets willkommen. Bereits während der Industriellen Revolution ließen sich Italiener in Heilbronn nieder und integrierten sich in unsere Gemeinschaft. Heilbronn war schon zu dieser Zeit wirtschaftlich attraktiv, weltoffen und damit Anziehungspunkt für Bürger aus nah und fern. Im Gegenzug suchten und fanden Heilbronner in der Ferne ihr Glück. Auch suchten Heilbronner Bürger, lange bevor der „europäische Gedanke“ Allgemeingut wurde, den Schulterschluss mit Gleichgesinnten in Europa und gründeten Städtepartnerschaften. 1965 wurden Beziehungen mit der südfranzösischen Stadt Béziers, 1966 mit Port Talbot im Vereinigten Königreich, 1981 mit Solothurn in der Schweiz, 1982 mit Stockport im Vereinigten Königreich, 1988 mit Frankfurt (Oder) - damals noch im anderen Teil Deutschlands - und zehn Jahre später, 1998, mit Frankfurts Schwesterstadt Slubice in Polen geknüpft. Über die Jahrzehnte hinweg wurden diese Beziehungen gepflegt und ausgebaut. Darüber hinaus suchten und fanden unsere Schulen Partnerschaften z.B. mit Schulen in Grenoble in Frankreich. Viele von uns nutzten die Chance und lernten auf diesem Wege Land und Leute kennen und schätzen. Auch wurden Freundschaften bis hin zu Ehen geschlossen. Ganze Schülergenerationen verdanken diesen Partnerschaften ihre guten Fremdsprachenkenntnisse und ihre interkulturelle Kompetenz; wesentliche Grundlagen für beruflichen und zwischenmenschlichen Erfolg. 2008 jährt sich nun zum 20. Male die Städtepartnerschaft mit Frankfurt (Oder) und zum 10. Male mit ihrer Schwesterstadt Slubice. Nutzen wir diese Gelegenheit, um erneut über unsere Städtepartnerschaften nachzudenken. Lassen Sie uns unsere Städtepartnerschaften wieder verstärkt aufleben. Ergreifen wir die Chance uns Europa zusammen mit unseren Partnerstädten zu erschließen und unsere Zukunft in Europa zu gestalten. Gemeinsam eröffnen sich uns ungeahnte Möglichkeiten. Der Heilbronner Kreisverband der Europa-Union Deutschland möchte hierzu weiterhin verstärkt beitragen. Als bekennende Europäer werben wir für ein gemeinsames Europa und die Integration seiner Bürger. Wir treten deshalb für den verstärkten Ausbau der Beziehungen untereinander und zwischen unseren Staaten, Ländern, Städten und Gemeinden ein. Wir möchten ein Europa für alle Bürger. Wir wollen, dass sich alle Menschen überall in Europa zuhause fühlen und sich verwirklichen können – auch hier bei uns in Heilbronn! Deswegen veranstalten wir bereits seit fast zwei Jahrzehnten zusammen mit der Stadt Heilbronn, europaorientierten Vereinen und Partnerstädten den Treffpunkt Europa auf dem Kiliansplatz in Heilbronn. Gemeinsam werben wir im Herzen Heilbronns für ein vereintes Europa in Vielfalt. Wir möchten allen Heilbronnern und ihren Gästen zeigen, dass man friedlich und zum Wohle aller miteinander leben und feiern kann. Wir möchten darüber hinaus das Interesse für Europa, seine unterschiedlichen Kulturen und seine Menschen wecken. Darüber hinaus wirbt die Heilbronner Europa-Union mit Informationsveranstaltungen, Reisen zu den europäischen Institutionen, Vortragsveranstaltungen und Diskussionsrunden für den europäischen Gedanken und hofft, viele Menschen dafür begeistern und gewinnen zu können. Europa ist zu wichtig, um es anderen zu überlassen! Europa ist unsere Gegenwart und die Zukunft unserer Kinder – lassen Sie uns Europa weiter ausbauen und gestalten! Nutzen Sie die Chancen, die uns Europa schon heute bietet. Lernen Sie unser Europa kennen, hier in Heilbronn als auch in einem seiner Länder. Ergreifen Sie die Chancen, die dieses vielfältige und einige Europa bietet! Unsere Partnerstädte bieten Ihnen hierbei sowohl gute Ausgangs- und Anlaufpunkte als auch Hilfestellungen. Schicken Sie Ihre Kinder in den Schüleraustausch. Lernen Sie Sprachen und Kulturen kennen. Diese Kenntnis bringt Ihnen Europa und seine Menschen näher – wir alle werden davon profitieren. Denn was wäre Europa ohne seine Bürger, seine Städte und Gemeinden!
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01.03.2010, 18:16 von Heinrich Kümmerle | 0 Kommentare |
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Die europäische Erfolgsgeschichte geht weiter. Am 25. März, während der deutschen Ratspräsidentschaft im ersten Halbjahr 2007, konnten wir Europäer fünfzig Jahre Römische Verträge feiern; dies bedeutet für uns hier in Deutschland an erster Stelle über sechzig Jahre Frieden und seit über siebzehn Jahren für alle Deutschen auch in Freiheit. Frieden und Freiheit sind damit schon lange für uns Europäer Selbstverständlichkeiten geworden; man könnte fast meinen, dass wir inzwischen das Haar in der Suppe suchen ohne uns vielfach noch bewusst zu sein, dass die Suppe vor allem satt macht, ganz zu schweigen davon, dass sie durchaus auch gut schmecken kann. Deshalb möchte ich Sie gerne auf einige weitere Vorteile aufmerksam machen, die uns Europa schon jetzt gebracht hat. Ein Wirtschaftsraum ohne Grenzen und Zölle mit fast 500 Millionen Unionsbürgern, eine gemeinsame Währung für gut 300 Millionen Menschen, eine Vereinheitlichung von technischen Lösungen im Bereich des Personen-, Waren- und Geldverkehres, der Telekommunikation und des Rechtswesens, die Sicherstellung der Energie- und Nahrungsversorgung. Darüber hinaus gibt es viele weitere positive Errungenschaften, die mit der europäischen Einigung zu verbinden sind. Auch werden sich mit Sicherheit im Zuge der weiteren Entwicklung der Europäischen Union neue, zusätzliche Vorteile für uns alle ergeben. Für uns in Heilbronn bedeutet dies, dass sich die Stadt Heilbronn bereits schon jetzt zu einer weltoffenen, europäischen Großstadt entwickelt hat, die Heimat für Menschen aus fast allen Herkunftsländern unseres Planeten geworden ist. Die Mehrheit davon nennt sich schon jetzt nicht mehr Ausländer, sondern zumindest Unionsbürger und identifiziert sich zunehmend mit ihrer Wahlheimat. Dies konnten wir während der letzten Fußballweltmeisterschaft eindeutig feststellen. Auch bringen sich unsere Mitbürger mit Migrationshintergrund immer aktiver in die Heilbronner Gesellschaft ein, unter anderem auch bei der Europa-Union Deutschland (EUD). Zu den Veranstaltungen und Aktivitäten des Kreisverbandes Heilbronn der EUD möchte ich Sie alle recht herzlich willkommen heißen und zum Mitmachen einladen. Neben unseren regelmäßigen Europa-Stammtischen, Vortragsveranstaltungen und Fahrten zu den europäischen Institutionen, möchten wir auch durch Straßenaktionen und vor allem durch unseren, in Heilbronn schon zur Tradition gewordenen Treffpunkt Europa dazu beitragen, dass Europa auch im kleinen Rahmen weiter zusammenwächst und damit die Fundamente einer erfolgreichen Europäischen Union gestärkt werden. Deshalb möchten wir Europäer am Samstag, 12. Mai 2007 beweisen, dass die „europäische Suppe“, nicht nur satt macht, sondern darüber hinaus in all ihren Variationen hervorragend schmeckt. Überzeugen Sie sich bitte selbst!
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01.03.2010, 18:11 von Heinrich Kümmerle | 0 Kommentare |
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Vor sechzig Jahren, genau am 21. September 1946, haben visionäre Europäer am Vierwaldstättersee in der Schweiz das Hertensteiner Programm verabschiedet. Durch zwei Weltkriege geprägt, forderten sie eine europäische Gemeinschaft auf föderativer Grundlage. Unter Übertragung von Souveränitätsrechten wollten sie europäische Bürgerrechte in Freiheit und Sicherheit für alle Völker europäischer Wesensart. Seit diesen Tagen setzt sich die Europa-Union auch in Heilbronn parteiübergreifend und unermüdlich für die europäische Idee zur Schaffung eines vereinten Europas und die Integration seiner Bürger unter Bewahrung der Eigenart aller seiner Völker ein. Neben einer Vielzahl von Aktionen, dabei auch das Initiieren von Städtepartnerschaften und Schüleraustauschen war es der Europa-Union immer ein Anliegen, aktiv an die Heilbronner heranzugehen und für den europäischen Gedanken zu werben, Ängste zu nehmen, zu vermitteln und damit zum Erfolg Europas beizutragen. Neben einer Vielzahl von Veranstaltungen, wie Fahrten zum Europäischen Parlament, in unsere Nachbarländer sowie Podiumsdiskussionen und Vortragsreihen, richtet die Europa-Union seit dem 6. Mai 1989 jährlich den Treffpunkt Europa auf dem Kiliansplatz aus. Getragen vom Gedanken eines freien und geeinten Europas in Vielfalt feiern Jung und Alt, ob Heilbronner „Urgestein“ oder „Neig’schmeckte“, zusammen mit Musik und Tanz. Kulinarische Angebote aus allen Herkunftsländern unserer ausländischen Mitbürger sorgen dabei für das leibliche Wohl. Inzwischen zählt die Europäische Union 25 Mitgliedsstaaten und weitere Anwärter streben eine Mitgliedschaft an. Frieden, Stabilität, offene Grenzen, Urlaubsreisen in unsere Nachbarländer und eine gemeinsame Währung sind für uns und unsere Kinder inzwischen Selbstverständlichkeiten; der damit einhergehende Wohlstand und die Freizügigkeit sind fast schon „einklagbar“. Mit Sicherheit hat unsere europäische Zivilisation bereits jetzt ihre jahrhundertealten Erfahrungen und Überzeugungen fest in alle Bereiche von Politik, Wirtschaft und Kultur verankert und damit eine Stärke erlangt, für die uns alle anderen Staaten und Menschen auf der Erde beneiden. Dennoch führen uns die jüngsten Ereignisse und die Reaktionen unserer Mitbürger vor Augen, dass wir Europäer unsere gewonnene Stärke nicht nur selbst erkennen müssen, sondern auf sie vertrauend, weiter auf ihr aufbauend unseren erfolgreichen Weg weitergehen, damit ein reiches, starkes und einiges Europa seinen Beitrag zum Weltbund der Völker leisten werden kann. Deswegen wirbt die Europa-Union weiter für eine gemeinsame Verfassung, für den Beitritt aller Völker europäischer Wesensart und ihre vollständige Integration in Frieden und Vielfalt. Auch nach sechzig Jahren behält das Hertensteiner Programm seine Gültigkeit! Anlässlich des diesjährigen Treffpunkt Europas geben wir diese Broschüre zum sechsten Mal heraus, um zum einen für den Treffpunkt zu werben und zum anderen, Ihnen die Europa-Union Deutschland und ihre Ideen ein wenig näher zu bringen.
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01.03.2010, 18:08 von Heinrich Kümmerle | 0 Kommentare |
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Von einem positiven Integrationsbegriff ausgehend und der Tatsache, dass bis zu einem Drittel unserer Bevölkerung in die bestehenden politischen und sozialen Strukturen zu integrieren sind, ist eine erfolgreiche Integration von Bürgern mit Migrationshintergrund in unsere Gesellschaft grundsätzlich eine freiwillige Angelegenheit. Dabei müssen sowohl die Integrationsbemühungen als auch die Hilfestellungen „Alteingesessener“ von den Bürgern selber kommen. Ziel aller staatlichen Bemühungen sollte es sein, die Integration der Neubürger und ihrer Nachkommen in die bestehenden Strukturen zu fördern. Dabei ist zu beachten, dass Integration von neuen Bevölkerungsteilen nicht ausschließlich eine Einbahnstraße ist, sondern unausweichlich auch Veränderungen der bestehenden Strukturen mit sich bringt. Auch ist eine erfolgreiche Integration schwer quantifizierbar aber zu jeder Zeit in ihren Auswirkungen qualitativ erlebbar. Alteingesessene Bevölkerungsteile sollten sich mit dem Integrationswunsch von Neubürgern identifizieren, diesen mindestens aber tolerieren, zumal, wenn es sich dabei nicht um Einzelfälle handelt und Auswirkungen auf die eigene, ursprüngliche Lebensart und -weise zu erwarten sind. Deswegen ist meines Erachtens eine für alle Betroffenen gültige Zielvorgabe des zu erlangenden Endzustandes notwendig. An diesem gesellschaftspolitischen Ziel gilt es sich zu orientieren: Die europäische Idee, mit dem Grundgesetz und der deutschen Sprache als Grundlage, bietet hierbei einen erfolgversprechenden und zielführenden Ansatz. Dieser Ansatz wird seit Jahren von der Europa-Union Deutschland (EUD) verfolgt. Die EUD ist schon von ihrer Idee her ein wesentlicher Träger jeglicher Integration. Im Großen die Integration Deutschlands und weiterer Staaten in ein vereintes Europa und im Kleinen die Integration seiner Bürger in die regionalen Gebietsstrukturen. Deswegen wirbt die EUD für ein vereintes und geeintes Europa, bemüht sich Vorurteile abzubauen und ein für alle tragbares Endziel (Europäische Union) zu formulieren. Die Migrationsbewegungen und ihre Folgen von Anfang an erkennend, hat der Kreisverband Heilbronn der EUD schon seit Jahrzehnten auch für ein besseres Verständnis der unterschiedlichen Bevölkerungsanteile untereinander geworben und bemüht sich auch weiterhin, durch Information und Zusammenarbeit auch im Kleinen Vorurteile abzubauen und integrierend zu wirken. Mit dem Treffpunkt Europa, der im Mai eines jeden Jahres auf dem Kiliansplatz in Heilbronn stattfindet, hat der Kreisverband Heilbronn der EUD in enger Zusammenarbeit mit der Stadt Heilbronn schon Ende der 80ger Jahre ein erfolgreiches Integrationsinstrument geschaffen. Dabei wird vor allem durch das Ansprechen der emotionalen Ebene aller Heilbronner Bevölkerungsteile ein „Wir-Gefühl“ als Voraussetzung für eine erfolgreiche Integration entwickelt und gefördert. Die erfolgreiche Durchführung des Treffpunkt Europas hat sich damit als ein für alle Beteiligten gültiges und erstrebenswertes Ziel entwickelt und wurde über die Jahre hinweg ohne jeglichen Zweifel ein erfolgreiches Integrationsinstrument. Während des Treffpunktes Europa werden durch gemeinsames Feiern Ängste und Vorurteile abgebaut sowie tragbare und hilfreiche Verbindungen geknüpft. Schon mit Beginn der Vorbereitungen zum Treffpunkt werden den beteiligten Gruppen mit Migrationshintergrund neben der Verbesserung der sprachlichen Voraussetzungen auch Inhalte vermittelt, die sie auch über den Treffpunkt Europa hinaus anwenden können. Gleichzeitig wird ihr Verständnis für bestehende städtische und bürgerliche Strukturen Heilbronns gebessert. „Alteingesessene“ Gruppen können im Zuge der Vorbereitungen und in der Mitarbeit mit den „ausländischen“ Gruppen ihrerseits ihre Vorurteile überprüfen und abbauen. Über den Treffpunkt Europa hinaus werden Neubürger in bestehende Strukturen Heilbronns integriert und zu einem wesentlichen Bestandteil der Heilbronner Gesellschaft, ihrer Vereine und Parteien.
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01.03.2010, 18:02 von Heinrich Kümmerle | 0 Kommentare |
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